Dieses Video wurde am 3. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Abstimmung über das Rentenpaket im Bundestag wird zum politischen Krimi. Trotz Mehrheit in der Unionsfraktion droht das Vorhaben zu scheitern. Kanzler März steht vor einer Zerreißprobe, da Kritiker aus den eigenen Reihen den Pakt ablehnen und die Koalition ins Wanken geraten könnte.
Die Unionsfraktion stimmte in einer Probeabstimmung mehrheitlich für das Rentenpaket, doch es gab Gegenstimmen und Enthaltungen. Fraktionschef Jens Spahn appellierte zuvor an die Kritiker, dem Paket zuzustimmen. Offenbar kämpfte er intensiv um jede Stimme. Die junge Gruppe innerhalb der Union zeigt sich unzufrieden, während Merz und Spahn vor der Fraktionssitzung noch Gelassenheit demonstrierten. Die knappe Mehrheit der Koalition von nur zwölf Stimmen könnte das Rentenpaket am Freitag scheitern lassen.
Die junge Gruppe wird sich fragen müssen, ob sie in die Geschichte eingeht, als die, die ihren Kanzler gestürzt haben. Die Frage ist, ob sie das verantworten kann. Die Lage ist ernst!
Daniel Kölbe, ein ursprünglicher Kritiker, hat seine Meinung geändert und hofft, dass weitere Abweichler folgen werden. Er vertraut auf Friedrich Merz‘ Versprechen einer generationengerechten Rentenreform, obwohl er das aktuelle Paket für falsch hält. Wer nicht zustimmen will, soll sich bis Mittwochmittag bei der Fraktionsgeschäftsführung melden. Die SPD lehnt eine Neuverhandlung des Rentenpakets ab, und Sozialministerin Bars drohte sogar mit der Blockade anderer Gesetze, sollte das Paket scheitern.
Die genaue Zahl der Gegenstimmen und Enthaltungen ist unklar, was die Situation zusätzlich verkompliziert. Es kursieren unterschiedliche Angaben von fünf bis zwanzig Gegenstimmen. Teilnehmer der Fraktionssitzung geben unterschiedliche Antworten, da keine konkrete Durchzählung erfolgte. Alexander Dobrindt zeigte sich optimistisch und verkündete, dass eine Mehrheit erreicht werde. Nach der Abstimmung herrscht jedoch keine finale Sicherheit, was die endgültige Entscheidung angeht. Die Unsicherheit bleibt.
Jacques Schuster, Chefredakteur der Welt am Sonntag, betont die Verantwortung der jungen Gruppe. Er fragt, ob sie bereit sind, ihren eigenen Kanzler zu stürzen und die Regierung zu gefährden. Schuster sieht Parallelen zwischen März und Scholz in ihrer Kommunikationsfähigkeit mit den eigenen Leuten. Die junge Gruppe habe monatelang keine Gespräche mit der Führungsebene gehabt. Eine verbesserte Kommunikation wäre hilfreich gewesen, um die Situation zu entschärfen.




