Fan-Frust: Neue Sicherheitsmaßnahmen im Fußball?

Dieses Video wurde am 3. Dezember 2025 von phoenix auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Philipp Köster kritisiert geplante Sicherheitsverschärfungen in Fußballstadien. Sind personalisierte Tickets und Gesichtserkennung wirklich nötig? Er fordert einen offenen Dialog statt überzogener Kontrollen.

Köster, Chefredakteur von 11 Freunde, lehnt personalisierte Tickets und Gesichtserkennung ab. Er hält diese Maßnahmen für unverhältnismäßig, da die Problemfelder vor allem in den Stehblöcken liegen, wo ohnehin Gedränge herrscht. Die KI-basierte Gesichtserkennung sei ein unberechtigter Eingriff in die Bürgerrechte, da sie ein unsicheres Stadionszenario konstruiere, das so nicht existiere. Er betont, dass die Stadien bereits jetzt durch umfassende Kontrollen an den Eingängen sicher seien.

Die geplanten Maßnahmen sind übertrieben und unnötig. Stattdessen braucht es einen offenen Dialog, um die Fußballkultur zu bewahren und die Sicherheit zu gewährleisten.

Der NRW-Innenminister Herbert Reul fordert striktere Vorgaben für die Vereine. Köster kritisiert Reuls Expertise in Fußballfragen und wirft ihm vor, das Fußballfeld als „Probierfeld für Law and Order“ zu missbrauchen. Er plädiert für einen Dialog zwischen Vereinen, Verbänden, Polizei und Fans, um eine gemeinsame Vision für die Fußballkultur zu entwickeln. Die „Knüppel aus dem Sack“-Methodik der letzten 20 Jahre sei gescheitert.

Auch die Kosten für Polizeieinsätze bei Fußballspielen sind ein Streitthema. Köster bemängelt, dass die Polizei die Anzahl der eingesetzten Beamten oft allein festlegt, was zu überdimensionierten Aufmärschen führt. Er fordert eine Debatte darüber, wie viel Polizei tatsächlich in den Stadien benötigt wird, bevor über die Kostenbeteiligung diskutiert werden kann. Ein Beispiel sei das friedliche Spiel Hertha BSC gegen Kaiserslautern, bei dem die Polizei mit Hundertschaften aufmarschierte.

Köster kritisiert die Geheimdiplomatie der Innenministerien in Bezug auf Sicherheitsmaßnahmen. Es dringen nur wenige Informationen nach außen, ohne dass ein echter Dialog mit Experten und Betroffenen stattfindet. Er appelliert an die Innenminister, endlich in die Debatte einzusteigen und nicht nur über Pressesprecher zu kommunizieren. Ein offener Austausch sei unerlässlich, um sinnvolle und akzeptable Lösungen zu finden.