Ukraine: White Angels retten Zivilisten vor Drohnen

Dieses Video wurde am 3. Dezember 2025 von DW Deutsch auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In der Ostukraine riskieren die White Angels ihr Leben, um Zivilisten aus umkämpften Gebieten zu retten. Angesichts zunehmender Angriffe durch FPV-Drohnen wird die Evakuierung für die Helfer immer gefährlicher. Doch die Not der Zivilbevölkerung zwingt sie zum Handeln.

Anton, Kommandant der White Angels in Kamatorsk, leitet die Evakuierung von Familien aus Städten nahe der Front. Die größte Bedrohung stellen FPV-Drohnen dar, die von russischen Soldaten ferngesteuert werden. Ein Angriff im Oktober, bei dem eine Drohne beinahe ihren Wagen getroffen hätte, verdeutlicht die Gefahr. Die Russen veröffentlichten das Video online, um ihre skrupellose Vorgehensweise zu demonstrieren. Trotz des Risikos führen Anton und sein Team bis zu fünf Evakuierungen pro Woche durch.

Die White Angels riskieren ihr Leben, um Zivilisten vor FPV-Drohnen zu retten. Jeder Einsatz ist gefährlich, doch die Not der Menschen zwingt sie zum Handeln.

In Truskifka, nur 16 km von der Front entfernt, leben noch etwa 17.000 Menschen, die Hälfte der ursprünglichen Bevölkerung. Sie sind fast täglich Angriffen ausgesetzt, wobei FPV-Drohnen gezielt zivile Häuser und Autos ins Visier nehmen. Anton berichtet, dass die Angreifer Zivilisten am Steuer erkennen, aber dennoch auf die Fahrzeuge schießen. Die zunehmende Aggressivität der Angriffe zwingt immer mehr Menschen zur Flucht.

Die Familie, die um Hilfe gebeten hat, wird mit Schutzausrüstung versorgt. Netze über den Straßen bieten geringen Schutz vor kleinen Drohnen. Eine Bewohnerin erzählt, dass der Angriff auf ihr Haus den Ausschlag zur Flucht gab, nachdem bereits ein Nachbar verletzt wurde. Bei der Ankunft in der Evakuierungsbasis ist die Anspannung spürbar, doch die Erleichterung überwiegt. Ihr Ziel ist Jny Hef, wo sie bei Freunden unterkommen werden.

In Losova werden die Evakuierten registriert und erhalten Hilfe für die Weiterreise zu Notunterkünften. Katja und ihr Team empfangen täglich bis zu 600 Menschen in den Transitzentren. Sie bereiten sich auf eine mögliche Eskalation vor und planen die Eröffnung weiterer Zentren. Humanitäre Organisationen sind bereit, ihre Kapazitäten zu erhöhen. Während die Friedensgespräche stagnieren, rückt Russland weiter vor, wodurch immer mehr Familien zur Flucht gezwungen werden.