Dieses Video wurde am 2. Dezember 2025 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Nach der Einladung von AfD-Abgeordneten zur politischen Diskussion rudert ein Lobbyverband zurück. Politikwissenschaftler Schröder sieht darin eine machtpolitische Reaktion. Doch wie glaubwürdig ist diese Kehrtwende und was bedeutet sie für den Umgang mit der AfD?
Verbandspräsidentin Ostermann distanziert sich nun von Extremisten und bezeichnet die Einladung von AfD-Abgeordneten als Fehler. Schröder hält diese Rolle rückwärts jedoch nur für bedingt glaubwürdig, da die Einladung im Oktober von einer Analyse begleitet war, die die bisherige Brandmauer-Strategie kritisierte. Die versuchte Umarmung der AfD stieß bei Familienunternehmen auf Kritik.
Die Brandmauer dient nicht dazu, die AfD kleinzuhalten, sondern ist eine Selbstbehauptung der Demokraten und soll die Partei von Machtpositionen fernhalten.
Der richtige Umgang mit der AfD ist ein Dilemma, da sowohl Ausgrenzung als auch Einbindung die Partei stärken können. Schröder betont die Notwendigkeit eines klaren Wertekompasses, der auf Freiheit, Gleichheit und Solidarität basiert. Verfassungsfeinde sollten nicht einfach ausgegrenzt, sondern kritisch beobachtet werden, um ihre Ziele und Methoden zu verstehen. Es braucht eine situationsangemessene Reaktion.
Die Distanzierung des Verbands von der AfD ist laut Schröder ein machtpolitischer Reflex, da wichtige Unternehmen eine Politisierung ablehnen. Das Verhalten der Verbandschefin wurde als verbandsschädigend interpretiert, da es den Verband in ein ungünstiges Licht rückte. Die Unternehmen wollen keine politische Debatte, die ihrem Geschäft schadet.




