Verbrenner-Wende: EU rudert zurück!

Dieses Video wurde am 2. Dezember 2025 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die EU-Kommission signalisiert überraschend ein Abweichen vom geplanten Verbrenner-Aus ab 2035. Deutscher Druck zeigt Wirkung: Nun sollen alternative Antriebe berücksichtigt werden. Das bedeutet eine mögliche Kehrtwende in der Verkehrspolitik.

Der Widerstand gegen das Verbrenner-Aus, vor allem aus Deutschland, war zu groß. Die EU-Kommission deutet nun eine Abkehr von ihren ursprünglichen Plänen an. Kanzler Friedrich Merz sieht darin möglicherweise einen Erfolg. In den kommenden Wochen und Monaten soll über die konkrete Ausgestaltung der neuen Regelungen beraten werden. Fest steht aber offenbar bereits jetzt: Auch nach 2035 sollen neben rein batterieelektrischen Fahrzeugen weiterhin Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zugelassen werden.

Die Europäische Kommission zeigt überraschende Offenheit: Man sei offen für alle Technologien, hieß es. Der Brief von Kanzler Merz wurde sehr positiv aufgenommen.

Der Druck aus Deutschland und die Sorge vor dem Niedergang der europäischen Autoindustrie sind offenbar zu groß, um am ursprünglichen Plan festzuhalten. Es gehe darum, Arbeitsplätze zu sichern und sich für die Zukunft gut aufzustellen. Ziel sei eine innovationsfreundliche und technologieoffene Regulierung, die Klimaschutz und industrielle Wettbewerbsfähigkeit in Einklang bringt.

Die EU-Kommission plant nun, in den neuen Regeln alle Antriebsarten einzubeziehen, also auch Motoren, die mit E-Fuels oder Biokraftstoffen betrieben werden können. Bei der Union herrscht Freude. Deutschland habe wieder eine Stimme in Brüssel. Das Wort des Kanzlers habe Gewicht, denn jetzt sei klar, dass nach 2035 weiter Verbrenner gefahren werden können, die dann mit synthetischen Kraftstoffen oder Biokraftstoffen betrieben werden.